Kirchgemeinde St. Marien

Evangelisch-Lutherisch | Gera-Untermhaus

Jazz Gottesdienst

Losung für Montag, 11. Dezember 2017:
Der HERR segne dich und behüte dich.
4.Mose 6,24
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St. Marien

Die Kinder krächzen das Hosianna. - Beim Einzug Jesu in Jerusalem hatten das noch alle geschrien. Dann hatte er die Wechsler aus dem Tempel getrieben und einen Tag später dort einige Blinde und Lahme geheilt. Jetzt erinnern sich scheinbar nur noch die Kinder an den Schrei und loben den Herrn, was das Zeug hält. Die Gegner sammeln sich aber bereits und halten ihm ausgerechnet dieses misstönende Lob der Kinder vor. Das ist die Situation, die der morgige Predigttext beschreibt. Am 14. Mai 2017 ist der Sonntag Kantate. Und es geht eben um dieses Singen und Loben und seine Schwierigkeiten. Wir feiern morgen einen Jazz-Gottesdienst, in dem die Sängerin Diana Röser in der Predigt wiederholt über dieses krakelende Lob improvisiert und versucht, sich zum Lob durchzuarbeiten. Ab 17 Uhr geht es los. Kommen Sie doch einfach dazu, selbst wenn Sie in Sachen Gottesdienst ein Neuling sind.

Hat die Bibel den Blues? Jazz-Gottesdienst in St. Marien (Gera-Untermhaus) mit Jürgen Kerth, Peter Nelson und Daniel Zein. - Es ist viel Klage in der Bibel. "Meine Knochen sind ausgeschüttet wie Wasser", klagt der Psalmist. "Deine Pfeile stecken in meinen Nieren!", schreit Hiob. Und der leicht depressive Prediger Salomo seufzt: "Alles ist nichtig und ein Haschen nach Wind." Aber hat die Bibel auch den Blues? Hat sie irgendwo den Geist dieser eigentlich resignierten, aber kraftvollen Melancholie, die sich zwischen Angriff und Beharren nicht entscheiden will? - Die DDR-Blueslegende Jürgen Kerth spielt mit zwei Musikern aus Gera im St. Marien Jazz-Gottesdienst am 19. Juni 2016 um 17 Uhr den Blues, und wir denken mit Gebeten, Liedern und Predigt-Kommentaren darüber nach, warum die Klagen der Bibel eher rotgefärbt sind und die des Blues blau. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird gesammelt.

Jazz-Gottesdienst am Vorpassionssonntag Sexagesimae im Lutherhaus am 31. Januar 2016 um 10 Uhr mit dem Thüringer Salonquintett (Libor Kaltofen - 1. Violine, Maryna Gruner - 2. Violine, Izabela Arens - Cello, Peter Nelson - Kontrabass, Aya Kugele - Klavier). Der Predigttext des Tages (Hebr 4, 12f.) schärft unser Handeln und unser Gewissen und droht mit Gottes Wort: "Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen." Die Musik wird an Ihren Körpern zupfen und Sie überreden wollen, sich einfach zu vergessen. Ein Gottesdienst mit einem inszenierten Gegensatz. Sie sind herzlich willkommen!


KULTUR IN DEN HÖFEN 2015. - Am 124. Geburtstag von Otto Dix startete in Untermhaus ein neues Veranstaltungsformat: Kultur in den Höfen. Es war der 2. Dezember, streng genommen Winter, aber dennoch entwickelte sich so eine Art milder Sommerabend. Die Leute waren auf dem Mohrenplatz unterwegs, malten, felischten, schauten Kunst und geöffnete Höfe an und ließen sich ab und zu in die Kirche ziehen, die einladend Stille bot. Guntram Kohle (Klarinette) und Daniel Zeil (Orgel) machte diese hörbar durch mediativ-jazzige Musik. So hörte sich das an. Im Laufe des Abends fand sich auch spontan der Chor der Singakademie ein und gab ein improvisiertes Konzert. Die Sänger starteten mit Wie schön leuchtet der Morgenstern. Die Kirche war dekoriert mit den Tüchern der Taizé-Andachten. Kerzen im Altarraum und an den Wangen der Kirchenbänke spendeten ihr mildes Licht. Die OTZ fand den Anblick offenbar inspirierend, aber hellte die Kirche via Bildbearbeitung kräftig auf.


"Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Und wenn sie ihren Mann entlässt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch." - Das hat nicht etwa der Papst Ratzinger oder sein polnischen Vorgänger gesagt, sondern Jesus. Unser sanfter Jesus ist hier ganz hart. Was machen wir jetzt damit? Einen Jazz-Gottesdienst mit Christoph Beer (Saxophon). Sonntag, 18. Oktober 2015 um 17 Uhr in St. Marien, Gera-Untermhaus. Orgel: Ina Mohn-Engel. Predigt und Liturgie: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann. Eintritt frei! Welcome! Hier steht die Predigt.


"Als er nahe hinzukam sah er die Stadt und weinte über sie." - Jerusalem ist die Stadt, die Jesus liebt. *Über sie muss er weinen, als er sie sieht. Wenig später dreht er eine Geißel aus Stricken und wütet in ihrem Inneren, dem Tempel. Räuberhöhle nennt er ihn. Das Evangelium vom Israelsonntag legt wert auf Jesu Gefühle. Sie sind offenbar groß und wechseln schnell. Jesus ist weder sanfmütig, noch gleichmütig. Er ist voller Sehnsucht, Zorn und Zuversicht. Warum hört man meist anders von ihm? Unser Jazz-Gotttesdiens in St. Marien findet am kommenden Sonntag, den 9. August 2015 um 17 Uhr statt. Uwe Großstück (Akkordeon) und Stefan Schluricke (Orgel) werden ihn begleiten. Sie spielen Musik, die große Gefühle erzeugt und bewegt: Tango, Klezmer, Bach. Hier steht die Predigt.


Wir erkennen uns gegenseitig an unseren Verletzungen. Der ungläubige Thomas, der eigentlich der mutige Thomas heißen müsste, weil er der einzige war, der sich raustraute, aber deshalb die Erscheinung des Auferstandenen verpasste, will Jesus an seinen Verletzungen erkennen (Joh 20, 19-29). Die Seitenwunde, die zeigte, dass dieser Mann tot war, will er berühren, damit sie ihm zeige, dass er wieder lebendig ist. Als Jesus vor ihm steht, braucht er das nicht. Das Erkennen, das Lieben eines Menschen geht nie an dessen - auch seelischen - Wunden vorbei. Die großen Verletzungen unseres Lebens spielen die entscheidende Rolle, ob und wie tief wir jemanden annehmen. Ein meditativer, fast stiller Gottesdienst. Beim ersten Jazz-Gottesdienst in Untermhaus am 12. April 2015 spielten Jens Weiss (Gitarre), Peter Nelson (Bass), Guntram Kohle (Klarinette, Saxophon) und Stefan Schluricke (Orgel). Großen Dank an die Musiker!